Beim scharfen Anbraten oder Grillen wird das Gargut zunächst sehr hoher, direkter Hitze ausgesetzt. In kurzer Zeit entsteht an der Oberfläche eine kräftige Bräunung mit intensiven Röstaromen. Anschließend wird bei indirekter Hitze weitergegart, um das Fleisch schonend und gleichmäßig auf den gewünschten Garpunkt zu bringen. Die dabei entstehenden Röstaromen sind das Ergebnis der Maillard-Reaktion. Sie setzt ein, sobald die Oberfläche des Garguts ausreichend heiß und trocken ist. Eiweiße und Zucker reagieren miteinander, bilden neue Aromaverbindungen und sorgen für Tiefe, Röstaromen und eine appetitliche Bräunung.
Aber da geht noch mehr: Grillmethoden für den Aha-Effekt
RÜCKWÄRTSGRILLEN:
Auch „Reverse Searing” genannt, ist perfekt für dicke Steaks oder Braten. Es beinhaltet zunächst das Garen bei niedrigen Temperaturen, gefolgt von einer kurzen Phase über direkter Hitze für die Krustenbildung. Aufgrund seiner Dicke eignet sich das Tomahawk Steak oder Filet Mignon besonders gut für die Rückwärtsgrill-Methode.
SMOKEN:
Erfolgt typischerweise bei niedrigen Temperaturen von 90 °C bis 135 °C bei einer langsamen Garmethode von mehreren Stunden bis zu Tagen. Das Fleisch nimmt einen rauchigen Geschmack an und wird zusätzlich besonders zart. Neben den Klassikern wie Rippen oder der Schulter eignen sich Fleischstücke mit längerer Garzeit wie die Brust zum Smoken.
DUTCH OVEN:
Gleichmäßige Wärmeverteilung bei niedriger Hitze – im Dutch Oven werden größere Fleischstücke wie Rippen, Braten oder Schulterstücke langsam und schonend gegart. Die Hitze lässt sich präzise regulieren, indem Kohlen oben und unten aufgelegt werden und dadurch zirkulierende Wärme entsteht.
BBQ Time
Der Sommer bringt Hitze, Rauch und kräftige Röstaromen auf den Teller. Mit cleveren Grilltechniken und aromatischen Gewürzkicks holst du aus jedem Stück Lamm das Maximum heraus. Hier findest du ein paar Rezepte, die zeigen, wie vielseitig BBQ sein kann.