Kleine Zwiebelkunde!
Schon vor mehr als 5000 Jahren zählte die Gemüsezwiebel in Zentralasien, Pakistan, Indien und im Mittelmeerraum zu den bedeutensten Gemüse und Heilpflanzen. Auch in der Verpflegung der Sklaven beim Bau der ägyptischen Pyramiden spielte die Zwiebel neben dem Rettich und dem Knoblauch eine wichtige Rolle.Die Zwiebel gehört zu den ältesten aller kultivierten Gemüsesorten und wird vorwiegend in den wärmeren Klimazonen unserer Erde angebaut. Zu den großen Erzeugerländern gehören unter anderen China, Indien, USA, Spanien, Türkei und Russland. Der Anbau in Deutschland ist vergleichsweise gering, obwohl die Zwiebel nach der Tomate das zweitwichtigste Gemüse darstellt. Der Überbedarf wird vorwiegend durch Importe gedeckt.
Botanisch gesehen ist die Zwiebel ein unterirdischer Spross. Ihre Farben variieren von gelb oder braun über rot bis zu weiß. Wie beim Knoblauch ist bei der Zwiebel das ätherische Öl Allicin für den mild bis beißend scharfen Geschmack verantwortlich, der nartürlich auch die Schleimhäute reizen kann.Zwiebeln gelten auch als nartürliches Antibiotikum. Weitere Inhaltsstoffe: ca.8% Glukose und Saccharose, bis zu 90% Wasser, außerdem Eiweiß, Calcium, Schwefel, Flour, Provitamin A, Vitamin B1,B2, B6, Vitamin E und Vitamin C.
Schon im Altertum kannte man die positiven Heilwirkstoffe von rohen Zwiebeln, die enorm das Imunsystem stärken und Infektionen vorbeugen kann. Zwiebeln können den Blutdruck und Blutfettwerte senken, helfen bei Durchblutungsstörungen und wirken zudem entzündungshemmend.
Die Formenvielfalt der Speisezwiebeln ist enorm. Je nach Farbe und Größe gibt es beträchtliche Unterschiede auch im Geschmack. So sind rote Zwiebel wegen ihrer geringeren Schärfe und des mildsüßem Aromas besonders bei Salaten und Rohkostgerichten sehr beliebt.
Zwiebeln sollten immer erst kurz vor der Verwendung geschält und geschnitten werden. Stehen sie zu lange an der Luft, verlieren sie an Geschmack und Wirkstoffen. Schalotten zählen zu den Speisezwiebeln mit dem mildesten und feinsten Geschmack, und sind in der gehobenen Gastronomie unverzichtbar.